Waschleithe im Erzgebirge malerisch entdeckt von Georg Höhlig

Waschleithe ist ein Ortsteil der Stadt Grünhain-Beierfeld im sächsischen Erzgebirgskreis.
Georg Höhlig besuchte das erste Mal Waschleithe im Jahre 1913, er besuchte den malerischen Ort von nun an 3 Mal
im Jahr bis etwa zum Jahre 1935.
Es gibt wohl fast kein Fleckchen, welches er hier in diesem Gebiet des Spiegelwaldes nicht gemalt hat. Waschleithe
ist malerisch gelegen und bietet viele und abwechslungsreiche Motive für einen Landschaftsmaler.

Blick auf Waschleithe

Foto: Blick in Waschleithe

Lage:

Waschleithe liegt etwa 5 Kilometer nordöstlich von Schwarzenberg im Erzgebirge im Tal des Oswaldbaches.
Durch den Ort führt die Kreisstraße 9113 von Langenberg zur Staatsstraße 222 Schönbrunn–Zelle.

Blick auf Waschleithe Ferne Scheibenberg

Foto: Blick auf Waschleithe in Ferne der Scheibenberg

Nachbarorte:

Grünhain, Elterlein, Beierfeld, Schwarzbach, Schwarzenberg, Langenberg

Oswaldtalbach in Waschleithe

Foto: Der malerische Oswaldtalbach

Geschichte und Ortsenstehung:

Zur Verarbeitung der reichen Erz- und Silbervorkommen im Gebiet um das Grünhainer Kloster wurde in der Nähe des
Glaßberges eine Erzwäsche errichtet. Für die Arbeiter und ihre Familien entstanden in der Nähe Wohnhäuser.
Die Ortsbezeichnung, die als Waschsleiden erstmals 1528 urkundlich bezeugt ist, leitet sich von der häufig
verwendeten Endung -leite für Hang ab und lässt sich so auf diese „Erzwäsche am Hang“ zurückführen. Waschleithe
ist damit keines der vielen älteren erzgebirgischen Dörfer, die bereits um 1200 angelegt worden sind, sondern
entstand erst mit dem Aufkommen des Bergbaus. Dies wird auch an der Anlage des Ortes deutlich. Waschleithe ist
ein kettenähnliches Reihendorf und genügte mit seinen Blockparzellen den im Bergbau tätigen Einwohnern. 1551 war
es mit insgesamt 16 Haushaltsvorständen relativ gering besiedelt. Bis 1764 war die Einwohnerzahl mit 16 Gärtnern
und vier Häuslern nicht bedeutend gewachsen. Erst im Verlaufe der beiden folgenden Jahrhunderte stieg die Zahl
der Bevölkerung allmählich an und erreichte in den 1950er Jahren mit etwa 800 Einwohnern ihren Höhepunkt.
Zum Gottesdienst gingen die Waschleither von Anfang an nach Grünhain. Auch politisch war das Dorf über die meiste
Zeit dem gleichnamigen Amt unterstellt. Nach der Wende und der Neubildung des Freistaates Sachsen erfolgten
Eingemeindungen, am 1. Januar 1999 kam Waschleithe mit seinen 562 Einwohnern (Stand 31. Dezember 1998)
nach Beierfeld,[2] das sich 2005 mit Grünhain zur Stadt Grünhain-Beierfeld zusammenschloss.

Blick auf Waschleithe

Foto: Blick auf Waschleithe

Altenburger Prinzenraub:

Überregionale Bekanntheit erlangte Waschleithe durch den Altenburger Prinzenraub im Jahre 1455. Die Legende besagt,
dass der Köhler Georg Schmidt den Prinzen Albrecht aus seiner Geiselhaft befreite. Zum Dank wurde Schmidt daraufhin
geadelt und „von Triller“ genannt und mit einem Freigut bei Zwickau beschenkt. Im Gedenken an die Befreiung des
Prinzen errichteten die Einwohner von Waschleithe 1822 am Fürstenberg ein Denkmal in Form eines Obelisken.
Unmittelbar daneben entstand Ende der 1830er Jahre eine Hütte, die seitdem als Köhlerhütte Fürstenbrunn Hotel und
Gaststätte ist.

Sehenswürdigkeiten:

St.-Oswalds-Kirche (Dudelskirche)

Dudelskirche in Waschleithe

Foto: Ruine der Dudelskirche

Eine der Sehenswürdigkeiten des Ortes ist die Ruine der St.-Oswalds-Kirche, die im Volksmund häufig „Dudelskirche“
genannt wird. Im Jahr 1514 (nach anderen Quellen 1515) sollen der Grünhainer Abt Gregorius Küttner und der Annaberger
Bürgermeister Wolfgang Messerschmidt den Grundstein für den Bau gelegt haben. Es ist nicht erwiesen, ob sie jemals
fertig gebaut und als Kapelle genutzt wurde.  Seit 1536 und der Auflösung des Klosters Grünhain befand sich die
Kirche im Verfall.

Einer Sage zufolge soll der reiche Hammer- und Bergherr Caspar Klinger die Kirche als Sühne für den Mord am Elterleiner
Bergherrn Wolf Götterer gebaut haben und am Tag der Weihe von einem Blitz, der das Gebäude traf, erschlagen worden sein.

Im Februar 2008 wurde ein durch den Scheibenberger Künstler Peter Rehr geschaffenes hölzernes Sühnekreuz vor der
Dudelskirche errichtet.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Fürstenbrunn und Köhlerhütte mit Obelisk (Denkmal zu Ehren des Sächsischen Prinzenraubs)
Schauanlage Heimatecke (Miniaturdarstellungen bedeutender erzgebirgischer Gebäude) Natur- und Wildpark

bei Waschleithe

Foto: Bei Waschleithe Richtung Beierfeld, ein Lieblingsmotiv von Georg Höhlig

Waschleithe Blick Hundsmarter

Foto: Waschleithe Blick auf Hundsmarter, auch dieses Motiv malte Georg Höhlig sehr gerne

Waschleithe
Stadt Grünhain-Beierfeld
Höhe:     517 m
Fläche:     3,92 km²
Einwohner:     519 (9. Mai 2011)[1]
Bevölkerungsdichte:     133 Einwohner je km²
Eingemeindung:     1. Januar 1999
Eingemeindet nach:     Beierfeld
Postleitzahl:     08344
Vorwahl:     03774

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Waschleithe

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